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Ausgabe April 2007

 

 

73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim; Congress Center Rosengarten Mannheim


Herzmuskel-Entzündung: Erstmals schonende Diagnose ohne Gewebeprobe


Die kardiale Magnetresonanz-Tomographie (MRT) erlaubt bei vielen Patienten mit einer Herzmuskelentzündung ("Myokarditis") erstmals eine nicht in den Körper eingreifende ("nicht-invasive") und deshalb möglichst schonende Untersuchung und Diagnose. "Cardio-MRT ermöglicht außerdem die Kontrolle des Heilungsverlaufs und bei Patienten mit bereits geschädigtem Herzmuskel die Unterscheidung zwischen entzündlich bedingten und nicht entzündlich bedingten Ursachen", berichtete Prof.Dr. Udo Sechtem (Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart) auf einer Pressekonferenz der 73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim, auf der 6000 Teilnehmer erwartet werden.

Eine Herzmuskelentzündung kann für Beschwerden wie Brustschmerzen, Luftnot, Abgeschlagenheit und Herzrhythmusstörungen verantwortlich sein. Es ist oft schwierig, entzündungsbedingte Schäden infolge einer Virusgrippe (Influenza) oder anderer schwerer Infekte von Schäden zu unterscheiden, die durch eine Verengung der Herzkranzgefäßehervorgerufen werden. Eine sichere Diagnose, so Prof. Sechtem, gelanglange Zeit nur mittels Herzmuskelbiopsie, der Entnahme von Gewebeproben aus dem Herzmuskel. Dieser Eingriff birgt aber eingewisses Risiko, in erster Linie Blutungen in den Herzbeutel, weshalbnach möglichst zuverlässigen Diagnosemethoden geforscht wurde, die nicht in den Körper eingreifen.

Die Herzmuskelentzündung heilt oft folgenlos aus. In etwa 20 Prozent der Fälle muss man allerdings damit rechnen, dass sich bei fehlender Heilung der Entzündung eine Herzmuskelschwäche ("Kardiomyopathie") einstellt. "Die Patienten erholen sich nicht, die Luftnot und diefehlende Belastbarkeit bleiben, und die Lebenserwartung ist verkürzt",sagt Prof. Sechtem. "Bisher ist unbekannt, welche Patienten nach einer Herzmuskelentzündung diesen ungünstigen Verlauf haben. Da die kardiale MRT ohne Belastung für den Patienten ist, lassen sich nun regelmäßige
Nachuntersuchungen machen, um den Heilungsverlauf verfolgen und einen ungünstigen Heilungsverlauf frühzeitig erkennen zu können." Es gibtallerdings auch Patienten mit in der Biopsie nachgewiesenerEntzündung, bei denen die kardiovaskuläre MRT ein unauffälliges Bild zeigt.

Kontakt:

Prof. Dr. Eckart Fleck, Pressesprecher der DGK
Christiane Limberg, Pressereferentin der DGK
Roland Bettschart, B&K Medien- und Kommunikationsberatung

 

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