Schon leichtes Übergewicht geht
aufs Herz
(Ige)
Zwischen Übergewicht und Erkrankungen des Herzens
besteht ein enger Zusammenhang. Die Ergebnisse einer
aktuellen Metaanalyse zeigen nun, dass bereits mäßiges
Übergewicht das Risiko für koronare Herzerkrankungen
(KHK) um 17 Prozent erhöht, und zwar unabhängig von
Blutdruck und Cholesterinspiegel.
Bogers
und sein Team vom Präventionszentrum Bilthoven in den
Niederlanden bezogen in ihre Metaanalyse 21
Kohortenstudien mit 302.296 Patienten aus Europa und
den USA ein.
Die Forscher erkannten, dass der Body Mass Index (BMI)*
ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung einer
Herzerkrankung ist: Im Vergleich zu normalgewichtigen
Personen (BMI unter 25) hatten Personen mit einem
leichten Übergewicht – entsprechend einem BMI von 25 bis
30 – ein 32 Prozent höheres KHK-Risiko. Ohne
Berücksichtigung des Blutdrucks und erhöhter Blutfette
war das Risiko immer noch um 17 Prozent erhöht. Bei
einem BMI über 30 stieg die
Wahrscheinlichkeit für eine koronare Erkrankung um 81
Prozent – bereinigt um die Auswirkung von Blutdruck und
Blutfettwerten um 49 Prozent.
(14.12.07)
Quelle: Archives of Internal
Medicine 2007; 167: 1720-1728.
* BMI: Mit dem BMI wird
berechnet, ob das Gewicht normal ist.
Er errechnet sich aus:
Körpergewicht in
Kilogramm
Körpergröße in Meter x
Körpergröße in Meter
Normal:
BMI < 25, Übergewicht: BMI 25 – 30,
Adipositas: BMI > 30
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