Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
Schlafmangel belastet das Herz
(Ige)
Wie viel Schlaf ist eigentlich gesund? Eine Antwort auf
diese Frage liefert eine aktuelle Studie: Für Erwachsene
sind sieben Stunden Schlaf pro Nacht am förderlichsten
für die Gesundheit. Personen, die ihre Schlafzeit auf
fünf Stunden reduzieren, haben ein 1,7-fach höheres
Sterberisiko und ein doppelt so hohes Risiko, an
Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben.
Cappuccio und Kollegen von der Universität Warwick in
Großbritannien fanden das heraus. Sie untersuchten, wie
Schlafgewohnheiten die Sterblichkeit von 10.308
Angestellten des Öffentlichen Dienstes Londons
beeinflussten. Die Forscher nutzen für ihre Untersuchung
die Daten der so genannten Whitehall-2-Study aus den
Jahren 1985 und 1992 und verglichen sie mit der
Sterblichkeitsrate der Angestellten im Jahr 2004.
Ausgangsbasis waren die Personen, die ihr
Schlafverhalten zwischen Mitte der 80er-Jahre und Anfang
der 90er-Jahre beibehalten hatten.
Durch Schlafmangel steige das
Risiko für Gewichtszunahme, Bluthochdruck und
Typ-2-Diabetes, so der Schlafforscher Cappuccio.
Fehlende Nachtruhe führt zu Stress und damit zu einer
vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Nur
ein ausreichendes Schlafpensum gewährleistet die nötige
Erholung für Geist und Körper, betont Cappuccio.
(14.12.07)