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Ausgabe Juli 2008

 




Herzkranke Kinder auf Reisen - Worauf ist zu achten?

Herzstiftung: Urlaubsziel mit dem Kinderkardiologen absprechen

(Frankfurt am Main, 2008) Die allermeisten Kinder und
Jugendlichen mit einem angeborenen Herzfehler dürfen sich genauso auf
Urlaubsreisen freuen wie gesunde Gleichaltrige. Dennoch ist es ratsam,
das geplante Reiseziel kurz mit dem Kinderkardiologen zu besprechen
und einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, damit die Reise möglichst
problemlos verläuft. Darauf weist die Deutsche Herzstiftung zum Tag
des herzkranken Kindes am 5. Mai hin.

Etwa jedes 100. Kind in Deutschland kommt mit einem angeborenen
Herzfehler zur Welt, insgesamt sind es rund 6000 pro Jahr. Die
Mehrzahl dieser Kinder wird erfolgreich behandelt, sehr oft durch eine
Operation. "Erfolgreich operierte Kinder dürfen meist zwar ganz normal
verreisen. Kinder, die erst vor kurzem operiert wurden oder bei denen
der Arzt eine Verschlechterung der Kreislaufsituation nicht
ausschließen kann, sollten sich aber möglichst nicht zu weit vom
Heimatort entfernen, damit sie schnell in das sie betreuende
Herzzentrum zurückkommen können", erklärt Prof. Dr. med. Michael
Hofbeck, Kinderkardiologe am Universitätsklinikum Tübingen und
Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Um
auf eventuelle Notfälle vorbereitet zu sein, wird allen Eltern
herzkranker Kinder empfohlen, die Telefonnummer des heimatlichen
Herzzentrums bei sich zu haben.

Urlaubsziele in gemäßigtem Klima bevorzugen

Bei der Auswahl des Urlaubsortes sollte man auch auf das Klima und die
hygienischen Bedingungen achten. "Heiße Umgebungstemperaturen und hohe
Luftfeuchtigkeit können für Kinder mit Herzerkrankungen sehr belastend
sein, weshalb sich Reiseziele in gemäßigten Klimazonen am besten
eignen", empfiehlt Prof. Hofbeck. Vorsicht bei der Ernährung ist in
südlichen Ländern wichtig, in denen ein erhöhtes Risiko für Magen-
Darm-Infektionen besteht, da junge Herzpatienten darauf besonders
empfindlich reagieren können. Hier hilft es, kein Leitungswasser zu
trinken und sich damit auch nicht die Zähne zu putzen, außerdem kein
Eis, kein ungekochtes Gemüse sowie nur selbst geschältes Obst zu
essen. Eine weitere wichtige Vorsichtsmaßnahme sind Schutzimpfungen,
wenn diese für die jeweilige Urlaubsregion empfohlen werden.

Das Flugzeug als Transportmittel wird den meisten Kindern mit einem
Herzfehler, die gut belastbar sind, erlaubt. Allerdings ist es ratsam,
auch einen geplanten Flug vorher kurz mit dem Kinderkardiologen zu
besprechen. Das Reisen im Zug hat den Vorteil, dass viele Züge
klimatisiert sind und die Kinder sich bewegen können. Fahrten in Autos
ohne Klimaanlage sollten im Sommer nicht während der größten
Tageshitze erfolgen.

Wichtig bei allen Reisen mit herzkranken Kindern ist es, die dem Kind
verordneten Medikamente in ausreichender Menge dabei zu haben. Ebenso
gehören aktuelle Befunde und medizinische Ausweise (zum Beispiel der
Endokarditis- oder Marcumar-Ausweis) ins Reisegepäck.

Mehr zum Thema bietet die Deutsche Herzstiftung in ihrem neuen
Sonderdruck "Reisen mit herzkranken Kindern" an, der unter dem
gleichnamigen Kennwort kostenfrei bezogen werden kann bei: 
Deutsche Herzstiftung, Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt am Main, 
E-Mail:info@herzstiftung.de. 
Angebote zu Freizeit- und Sportreisen für herzkranke Kinder gibt es unter 
www.herzstiftung.de (Rubrik Kinderherzstiftung).



Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle
Dr. Klaus Fleck / Pierre König
Fax: 069/955 128-313
koenig@herzstiftung.de



Die gesamte Pressemitteilung erhalten Sie unter:
http://idw-online.de/pages/de/news258143




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