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Ausgabe Juli 2008

 
Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung, 


Rettende Transplantation: Bedarf an Spenderherzen steigt stetig

Neuer Organspendeausweis bei der Deutschen Herzstiftung anzufordern

(Frankfurt am Main) Bei Menschen, die auf eine
Herztransplantation warten, geht es um Leben oder Tod. Denn sie haben
nur eine Chance, wenn sie rechtzeitig ein Spenderherz erhalten. Doch
der jährliche Bedarf ist weit größer als die Zahl der verfügbaren
Organe. Zum Tag der Organspende am 7. Juni ruft die Deutsche
Herzstiftung deshalb dazu auf, anderen Menschen Leben zu schenken und
sich für eine Organspende zu entscheiden. Die Bereitschaft dazu kann
man im neuen Organspendeausweis erklären, den es kostenlos bei der
Herzstiftung gibt.

In Deutschland waren es vergangenes Jahr knapp 400 Menschen, die eine
rettende Herz- oder Herz-Lungentransplantation erhalten konnten. Die
meisten von ihnen, weil sie zuvor an einer schweren
Herzmuskelerkrankung oder massiven Durchblutungsstörungen in den
Herzkranzgefäßen litten. "Der Bedarf an Spenderherzen ist jedoch jetzt
schon mindestens doppelt so hoch und wird in Zukunft noch deutlich
steigen", prognostiziert Prof. Dr. med. Friedhelm Beyersdorf,
Leitender Herzchirurg im Universitätsklinikum Freiburg und Mitglied
des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung. Die Gründe
dafür: "Die Menschen werden immer älter und Herzkrankheiten werden in
einigen Jahren weltweit an der Spitze der Krankheitsstatistik stehen,
während gleichzeitig die Transplantationsmedizin immer besser wird."

Weil nicht genügend Spenderherzen zur Verfügung stehen, müssen
herzkranke Patienten, die eine Transplantation brauchen, zurzeit
zwischen zwei und vier Jahre darauf warten. Für rund ein Viertel von
ihnen ist diese Zeit jedoch zu lang, und sie sterben, während sie auf
der Warteliste stehen. Auch sogenannte Kunstherzen können bisher nur
für einen begrenzten Zeitraum das Warten auf die Transplantation
überbrücken. "Um möglichst viele Patienten zu retten, brauchen wir
dringend mehr Spenderorgane und damit mehr Menschen, die zu einer
Organspende bereit sind", so Prof. Beyersdorf. Jeder sollte sich
deshalb einmal fragen "Will ich nach meinem Tod noch anderen Menschen
helfen?" oder auch "Was wäre, wenn ich selbst das Organ eines anderen
zum Überleben bräuchte?"

Organspende und Transplantation sind klar im deutschen
Transplantationsgesetz geregelt. Die persönliche Entscheidung zur
Organspende sollte mit den Angehörigen besprochen und im
Organspendeausweis dokumentiert werden. Der neue Ausweis im
Scheckkartenformat kann bestellt werden bei: Deutsche Herzstiftung
e.V., Stichwort "Organspendeausweis", Vogtstraße 50, 60322 Frankfurt
am Main. Außerdem ist er unter www.herzstiftung.de als Download
verfügbar.



Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle

Fax: 069/955 128-313
koenig@herzstiftung.de



Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.herzstiftung.de
http://www.organspende-info.de (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)
http://www.dso.de (Deutsche Stiftung Organtransplantation)
http://www.eurotransplant.nl (Eurotransplant) 




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