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Ausgabe November 2008

 


 


Entscheidungshilfe "Vitalität": Menge des noch lebenden Herzgewebes
unterstützt Entscheidung für die optimale Therapie

Bildgebung war ein zentrales Thema beim Europäischen
Kardiologenkongress in München

 

Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung
e.V.


München,  - Bei schwer kranken Patienten mit
Herzschwäche (Herzinsuffizienz) auf Basis einer koronaren
Herzkrankheit (KHK) sollte mittels moderner Bildgebung untersucht
werden, wie viel noch lebendiges Herzgewebe vorhanden ist, das im
Gegensatz zu vernarbtem Gewebe noch Chancen auf Regeneration hat. Das
Ergebnis einer solchen Untersuchung der so genannten Vitalität
unterstütze Behandler dann bei Entscheidung für die optimale Therapie,
betonte Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger, Vorstand der Kardiologischen
Universitätsklinik der Universität Innsbruck, beim Europäischen
Kardiologenkogress. Am Kongress der European Society of Cardiology
(ESC), der heute in München zu Ende geht, nahmen mehr als 30.000
Experten aus aller Welt teil. Die Fortschritte in der kardialen
Bildgebung waren eines der Hauptthemen der Tagung.

"Wir können mit den modernen Verfahren der kardialen Bildgebung heute
sehr viel machen", so der Innsbrucker Kardiologie-Chef. "Allerdings
gibt es bisher noch kaum klinische Daten oder Studien, die uns für den
Behandlungsalltag ganz konkrete Entscheidungshilfen dafür bieten, via
Bildgebung die optimale Therapie für solche schwer kranken Patienten
auszuwählen." Grundsätzlich kommt für Patienten mit Herzinsuffizienz
auf Basis einer KHK eine Behandlung mit Medikamenten, eine so genannte
Revaskularisierung mittels Bypassoperation oder Katheterintervention,
eine Herztransplantation oder eine Implantation von Defibrillatoren
oder biventrikulären Schrittmachern in Frage.

Bis Ergebnisse der großen derzeit laufenden Studien wie etwa der
STICH-Studie vorliegen, so Prof. Pachinger, sollte mittels
Magnetresonanztomografie (MR), Echokardiografie oder nuklearer
Bildgebung eine Überprüfung der so genannten Vitalität des Herzgewebes
vorgenommen werden. "Je mehr noch lebendes und daher
verbesserungsfähiges Herzgewebe vorhanden ist, desto bessere
Aussichten bestehen für eine Revaskularisierungstherapie", fasst Prof.
Pachinger zusammen. "Bei anderen ist der Nutzen eines Eingriffes nicht
gegeben."

Information und Kontakt
B&K Medien- und Kommunikationsberatung; Dr. Birgit Kofler,
Mag. Roland Bettschart
ESC Press Office:   E-Mail: kofler@bkkommunikation.com,

bettschart@bkkommunikation.com

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.escardio.org


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