Entscheidungshilfe "Vitalität": Menge des noch lebenden
Herzgewebes
unterstützt Entscheidung für die optimale Therapie
Bildgebung war ein zentrales Thema beim Europäischen
Kardiologenkongress in München
Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung
e.V.
München, - Bei schwer kranken Patienten mit
Herzschwäche (Herzinsuffizienz) auf Basis einer koronaren
Herzkrankheit (KHK) sollte mittels moderner Bildgebung
untersucht
werden, wie viel noch lebendiges Herzgewebe vorhanden ist,
das im
Gegensatz zu vernarbtem Gewebe noch Chancen auf Regeneration
hat. Das
Ergebnis einer solchen Untersuchung der so genannten
Vitalität
unterstütze Behandler dann bei Entscheidung für die optimale
Therapie,
betonte Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger, Vorstand der
Kardiologischen
Universitätsklinik der Universität Innsbruck, beim
Europäischen
Kardiologenkogress. Am Kongress der European Society of
Cardiology
(ESC), der heute in München zu Ende geht, nahmen mehr als
30.000
Experten aus aller Welt teil. Die Fortschritte in der
kardialen
Bildgebung waren eines der Hauptthemen der Tagung.
"Wir können mit den modernen Verfahren der kardialen
Bildgebung heute
sehr viel machen", so der Innsbrucker Kardiologie-Chef.
"Allerdings
gibt es bisher noch kaum klinische Daten oder Studien, die
uns für den
Behandlungsalltag ganz konkrete Entscheidungshilfen dafür
bieten, via
Bildgebung die optimale Therapie für solche schwer kranken
Patienten
auszuwählen." Grundsätzlich kommt für Patienten mit
Herzinsuffizienz
auf Basis einer KHK eine Behandlung mit Medikamenten, eine
so genannte
Revaskularisierung mittels Bypassoperation oder
Katheterintervention,
eine Herztransplantation oder eine Implantation von
Defibrillatoren
oder biventrikulären Schrittmachern in Frage.
Bis Ergebnisse der großen derzeit laufenden Studien wie etwa
der
STICH-Studie vorliegen, so Prof. Pachinger, sollte mittels
Magnetresonanztomografie (MR), Echokardiografie oder
nuklearer
Bildgebung eine Überprüfung der so genannten Vitalität des
Herzgewebes
vorgenommen werden. "Je mehr noch lebendes und daher
verbesserungsfähiges Herzgewebe vorhanden ist, desto bessere
Aussichten bestehen für eine Revaskularisierungstherapie",
fasst Prof.
Pachinger zusammen. "Bei anderen ist der Nutzen eines
Eingriffes nicht
gegeben."
Information und Kontakt
B&K Medien- und Kommunikationsberatung; Dr. Birgit Kofler,
Mag. Roland
Bettschart
ESC Press Office:
E-Mail:
kofler@bkkommunikation.com,
bettschart@bkkommunikation.com
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.escardio.org
Diese online Ausgabe des
e-mail-Newsletters
Kardiologie aktuell
wurde freundlicherweise unterstützt vom

DZKF-Sonderaktion für Ärzte „Forschung Fördern“:
Wenn Sie sich
hier anmelden, bekommen
Sie die
Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung
ein Jahr lang kostenfrei ins Haus geliefert.
|