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Ausgabe Oktober 2008

 



BEAUTIFUL-Studie: Herzfrequenz-reduzierende Substanz hat keinen generellen Effekt auf Sterblichkeit und Herzinsuffizienz-Rate, aber Patienten mit erhöhter Herzfrequenz profitieren (3)

Pressemitteilung zum Europäischen Kardiologenkongress (ESC), München

 

Die Behandlung mit der Substanz Ivabradin, die eine erhöhte Herzfrequenz senkt, wirkt sich bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) und Linksherzinsuffizienz nicht generell positiv auf Sterblichkeit, Herzinfarkt- oder Herzinsuffizienzhäufigkeit aus. Patienten mit einer Herzfrequenz über 70 Schläge pro Minute profitieren aber von der Medikation, bei ihnen reduziert sich das Risiko für Herzinfarkt oder Gefässkomplikation um ein Drittel. Das ist das Ergebnis der BEAUTIFUL-Studie, die heute beim Europäischen Kardiologenkongress präsentiert wurde. Der Kongress der European Society of Cardiology (ESC) findet vom 30. August bis 3. September in München statt, erwartet werden rund 30.000 Teilnehmer. Der ESC-Kongress ist die grösste Mediziner-Tagung Europas und die grösste kardiologische Veranstaltung weltweit.

In der BEAUTIFUL-Studie wurde die Wirksamkeit von Ivabradine als Zusatzmedikation zur bisher als Standard empfohlenen Therapie untersucht. An der Untersuchung nahmen 10.917 Patienten mit koronarer Herzkrankheit und Linksherzinsuffizienz in 33 Ländern teil, 781 Krankenhäuser waren beteiligt. 94 Prozent der Patienten erhielten Gerinnungshemmer, 91 Prozent Angiotensinrezeptor-Blocker, 87 Prozent Beta-Blocker und 76 Prozent Lipidsenker.

„Auch wenn der primäre Endpunkt nicht erreicht wurde, hat uns die Studie einige sehr wichtige Effekte gezeigt", sagt Studienleiter Prof. Kim Fox (London, UK). „Es wird deutlich, dass eine erhöhte Herzfrequenz das Herz-Kreislauf-Risiko massiv steigert. Mehr als die Hälfte der Patienten mit Koronarer Herzkrankrankheit hat eine Ruhefrequenz von mehr als 70 Schlägen pro Minute. Diese Patienten können mit dieser Zusatzmedikation das Risiko eines neuerlichen Herzinfarktes oder eines Eingriffs reduzieren."

 „Die Studie unterstreicht die Bedeutung der Herzfrequenz für die Ischämie-Entstehung des Herzmuskels und der sich daraus ergebenden ungünstigen Konsequenzen. Eine zusätzlich zur Beta-Blockertherapie eingesetzte Frequenzsenkung hat einen deutlich günstigen Effekt und wird gut vertragen", kommentiert Prof. Dr. Hugo A. Katus (Heidelberg) die mit Spannung erwarteten Studienergebnisse.

 

Quelle: The BEAUTIFUL study: efficacy of ivabradine in reduction of cardiovascular events among patients with stable coronary arterz disease and left ventricular dysfunction. K.M. Fox, Präsentation No. 232

 

Information und Kontakt

B&K Medien- und Kommunikationsberatung; Dr. Birgit Kofler, Mag. Roland Bettschart

ESC Press Office: E-Mail: kofler@bkkommunikation.com, bettschart@bkkommunikation.com

 



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