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Informationsdienst
Wissenschaft - idw - Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft
für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.
33.
Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie
und 20. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher
und Arrhythmie,
8.-10. Oktober, Dresden
Berliner
Studie: Herz-Bildgebung mit CT und MRT ermöglicht immer
gezielteren Katheter-Einsatz
Dresden,
Samstag, 10. Oktober 2009 - "Die Computer-Tomografie
(CT) und Magnetresonanz-Tomografie (MRT) können derzeit
die in den Körper eingreifende Untersuchung im Herzkatheter
("Koronarangiografie") nicht völlig ersetzen.
Doch sind sie beim Erkennen von gefährlichen Verengungen
der Herzkranzgefäße ("Koronarstenosen")
nahezu ebenbürtig." Das ist das Ergebnis einer
am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) und der Radiologie
an der Charité (Berlin) durchgeführten Vergleichsuntersuchung
an 120 Patienten mit Verdacht auf beziehungsweise bereits
bekannter Herz-Kreislauf-Krankheit, das in Dresden auf der
33. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie
präsentiert wurde.
Der
Goldstandard zur Erkennung für das Vorhandensein und/oder
das Ausmaß einer koronaren Herzerkrankung ist die
invasive Koronarangiografie. Dr. Klein: "Es besteht
jedoch Übereinstimmung, dass invasive, in den Körper
eingreifende Methoden nicht als Verfahren der ersten Wahl
eingesetzt werden sollten."
Verglichen
wurden nicht eingreifende Untersuchungen mittels 64-Zeilen-
CT mit der 32-Spulen-3,0-Tesla-MRT, wobei anschließend
alle Patienten im Herzkatheter koronarangiografiert wurden.
Dr. Christoph Klein (DHZB): "Einen Vorteil der MRT
stellt sowohl die fehlende Strahlenbelastung und Kontrastmittelgabe
dar, also auch die Möglichkeit der zusätzlichen
Erfassung einer Herzkranz- Unterversorgung ("Ischämiediagnostik")
in nur einer Sitzung. Die tendenziell besseren Werte bei
CT sind mit der höheren Auflösung erklärbar,
führen jedoch nicht zu einem signifikanten Unterschied
der beiden bildgebenden Verfahren."
Bessere
diagnostische Qualität von CT und MRT erfordert Neu-Evaluation
Konzeptionell
besteht die Wahl zwischen der Erfassung einer möglichen
Minderversorgung des Herzmuskels bedingt durch eine Koronarstenose,
oder ähnlich der invasiven Koronarangiografie die direkte
Sichtbarmachung der Koronararterien und deren möglicherPathologie.
Das letztere ist derzeit mittels der Schnittbildverfahren
CT und MRT möglich. Herausforderungen für beide
Verfahren sind das Erreichen einer ausreichenden diagnostischen
Bildqualität trotz kleiner Strukturen und deren ausgeprägter
Bewegung durch Herzkontraktion und Atmung. Technische Erneuerungen
in den letzten Jahren haben die Bildqualität beider
Verfahren deutlich verbessert, so dass erneut ein Vergleich
der Methoden durchgeführt wurde.
Der
Vergleich im Detail
Bei
der Patienten basierten Analyse ergab sich für die
MRT und CT- Angiografie eine ähnliche diagnostische
Genauigkeit von 82 Prozent beziehungsweise 88 Prozent, eine
Sensitivität von 84 Prozent beziehungsweise 88 Prozent,
eine Spezifität von 79 Prozent beziehungsweise 88 Prozent
ein positiver prädiktiver Wert von 86 Prozent beziehungsweise
92 Prozent und ein negativer prädiktiver Wert von 76
Prozent beziehungsweise 83 Prozent. Die Fähigkeit,
eine nachfolgende Maßnahme zur Verbesserung der Durchblutung
("Revaskularisations-Maßnahme") vorherzusagen,
unterschied sich bei den beiden Methoden nicht.
Quelle:
Direkter Vergleich der 32-Spulen 3,0 Tesla Magnetresonanztomographie
mit der 64-Schichten Computertomographie zur Erkennung von
Koronarstenosen: Eine prospektive Studie in zwei Zentren
Ashraf Hamdan, MD*, Christoph Klein, MD*, Patrick Asbach
MD?, Ernst Wellnhofer, MD*, Rolf Gebker MD*, Harald Kilian
MD*, Alexander Huppertz MD?, Eckart Fleck, MD*; * Innere
Medizin/Kardiologie, Deutsches Herzzentrum Berlin, ? Radiologie,
Charité-Universitätsmedizin Berlin (Campus Mitte)
V466, P380; Clin Res Cardiol 98, Suppl 2, Oktober 2009
Die
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie Herz und
Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf
ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft
mit heute mehr als 7000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung
der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären
Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-,
Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim
gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische
Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.
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