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Presseaussendung
der DGK
Europäischer
Kardiologenkongress 2009 in Barcelona
Alkohol
und Herz: Vieltrinker riskieren Vorhofflimmern
Übermäßiger
Alkoholkonsum führt bei Bluthochdruck-Patienten mit
vergrößerter und hypertrophierter linker Herzkammer
zu einem erhöhten Risiko, an Vorhofflimmern zu erkranken.
Das ist das Ergebnis der LIFE-Studie (Losartan Intervention
For Endpoint reduction in hypertension), die heute von norwegischen
Experten auf dem Europäischen Kardiologenkongress in
Barcelona präsentiert wurde.
Frühere
Studien haben nachgewiesen, dass so genanntes binge
drinking - also das Trinken größerer Alkoholmengen
in einem kurzen Zeitraum Vorhofflimmern auslösen
kann. Moderater Alkoholkonsum hingegen scheint das Risiko
dafür nicht zu erhöhen, es gibt einen Zusammenhang
mit der Alkoholmenge: Klar erhöht ist das Risiko für
Vorhofflimmern unter regelmäßigen Alkoholkonsumenten
in der Kategorie 28 bis 35 Drinks pro Woche.
In der
LIFE-Studie wurden weltweit insgesamt mehr als 9.000 Bluthochdruck-Patienten
untersucht, die jeweils mit einem von zwei unterschiedlichen
blutdrucksenkenden Medikamenten behandelt wurden. Der Großteil
von ihnen hatte zu Studienbeginn kein Vorhofflimmern, 353
Patienten entwickelten während der Untersuchung ein
solches Problem. Unter dem Aspekt der Alkohol-Konsumgewohnheiten
gab es klare Unterschiede: Unabhängig von anderen Risikofaktoren
zeigten Menschen, die mehr als 10 Alkoholeinheiten zu sich
nahmen, ein um 80 Prozent erhöhtes Risiko für
Herzflimmern.
Diese
Studie zeigt einmal mehr, wie differenziert man die oft
zitierten herzgesunden Wirkungen von Wein, Bier oder anderen
Alkoholika betrachten muss, sagt Prof. Dr. Eckart
Fleck von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie
(DGK).Hohe Konsummengen sind nie gesund, und auch
sonst kommt es immer auf die gesundheitliche Konstellation
des und der einzelnen und die individuellen Risikofaktoren
an.
Quelle:
Ariansen al, Atrial Fibrillation: moderate alcohol
intake does not increase risk of AF; ESC 2009 Abstract No
1015.
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