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ACE-Hemmer senken das Herz-Kreislaufrisiko - doch nicht alle Substanzen wirken gleich zuverlässig

Von Dr. med. Jochen Kubitschek

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Trotz aller Fortschritte der modernen Medizin sterben weltweit nach wie vor die meisten Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (akuter Herzinfarkt, akuter Hirninfarkt, Herz- und Nierenschwäche). Hauptursache des Herz-Kreislaufrisikos ist die Arterienverkalkung,  die zum Beispiel bei Auftreten im Bereich der Herzkranzarterien zu einem Herzinfarkt oder zum plötzlichen Herztod führen kann. Seit ca. 50 Jahren versuchen die Wissenschaftler Risikofaktoren zu identifizieren, die für die Entwicklung der Arterienverkalkung wichtig sind. Neben einem hohen Blutdruck gehören erhöhte Blutfette, Rauchen und die Zuckerkrankheit zu diesen Risikofaktoren.

Es ist seit einigen Jahren bekannt, dass der Risikofaktor hoher Blutdruck durch Medikamente aus der Gruppe der ACE-Hemmer positiv beeinflusst werden kann.  Für alle auf dem deutschen Markt angebotenen Wirkstoffe aus der Gruppe der ACE-Hemmer gibt es im Zusammenhang mit der Blutdrucksenkung wissenschaftliche Studien zur Dosis-Wirkungsbeziehung. Mehr als zehn Jahre nach Zulassung der ACE-Hemmer als Blutdrucksenker konnte außerdem bewiesen werden, dass diese Medikamente  auch bei der mit einer hohen Sterblichkeit belasteten  Herzmuskelschwäche ( Herzinsuffizienz ) gut wirken. Bis heute liegen allerdings nicht für alle ACE-Hemmer derartige Studien vor.

Experten weisen daher zu Recht immer wieder darauf hin, dass es unzulässig ist, die für einen Vertreter der Gruppe der ACE-Hemmer belegte Wirkung kritiklos auf andere Substanzen zu übertragen,  da viele ACE-Hemmer bisher aufgrund fehlender Daten nicht zur Behandlung der Herzinsuffizienz zugelassen sind.

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Aventis Pharma

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