ACE-Hemmer senken das Herz-Kreislaufrisiko
- doch nicht alle Substanzen wirken gleich zuverlässig
Von
Dr. med. Jochen Kubitschek
Seite 2
Durch
die Ergebnisse der HOPE-Studie
(The heart outcomes prevention evaluation study) hat der ACE-Hemmer Ramipril
neben dem Einsatz zur Blutdrucksenkung, bzw.
bei Herzinsuffizienz ein weiteres Einsatzgebiet erhalten, nämlich
die Vermeidung gefährlicher Herz-Kreislaufereignisse bei Patienten
mit Arterienverkalkung oder einem Diabetes.
Diese
Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten ist
sehr wichtig, da der Diabetes aufgrund der Spätkomplikationen an
Herz und Kreislauf weltweit ein wachsendes Problem darstellt. Um
die in vielen Ländern zu
beobachtende Diabetes-Epidemie zu beherrschen, ist es notwendig,
schon im Vorfeld der Zuckerkrankheit eine sinnvolle
Vorbeugungsstrategie in die Tat umzusetzen. Hierfür sind
Medikamente wie Ramipril hervorragend geeignet, da diese Substanz
der am besten untersuchte moderne ACE-Hemmer mit dem breitesten
Anwendungsspektrum ist. Grosse
klinische Studien dokumentieren für diesen ACE-Hemmer das ausgeprägte
Potential auch zur vorbeugenden Senkung des Herz-Kreislaufrisikos :
Nur durch ein Umdenken in der Gesundheitspolitik mit einer stärkeren,
auch von den Krankenkassen unterstützten und bezahlten Betonung
der medikamentösen und nicht-medikamentösen Vorbeugung der drohenden
Herz-Kreislauferkrankungen können für die dann auf Dauer selteneren
reparativen Maßnahmen genügend Ressourcen zur Verfügung gestellt
werden.
|