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ACE-Hemmer senken das Herz-Kreislaufrisiko - doch nicht alle Substanzen wirken gleich zuverlässig

Trotz aller Fortschritte der modernen Medizin sterben weltweit nach wie vor die meisten Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (akuter Herzinfarkt, akuter Hirninfarkt, Herz- und Nierenschwäche). Hauptursache des Herz-Kreislaufrisikos ist die Arterienverkalkung,  die zum Beispiel bei Auftreten im Bereich der Herzkranzarterien zu einem Herzinfarkt oder zum plötzlichen Herztod führen kann. Seit ca. 50 Jahren versuchen die Wissenschaftler Risikofaktoren zu identifizieren, die für die Entwicklung der Arterienverkalkung wichtig sind. Neben einem hohen Blutdruck gehören erhöhte Blutfette, Rauchen und die Zuckerkrankheit zu diesen Risikofaktoren.

Es ist seit einigen Jahren bekannt, dass der Risikofaktor hoher Blutdruck durch Medikamente aus der Gruppe der ACE-Hemmer positiv beeinflusst werden kann.  Für alle auf dem deutschen Markt angebotenen Wirkstoffe aus der Gruppe der ACE-Hemmer gibt es im Zusammenhang mit der Blutdrucksenkung wissenschaftliche Studien zur Dosis-Wirkungsbeziehung. Mehr als zehn Jahre nach Zulassung der ACE-Hemmer als Blutdrucksenker konnte außerdem bewiesen werden, dass diese Medikamente  auch bei der mit einer hohen Sterblichkeit belasteten  Herzmuskelschwäche ( Herzinsuffizienz ) gut wirken. Bis heute liegen allerdings nicht für alle ACE-Hemmer derartige Studien vor.

Experten weisen daher zu Recht immer wieder darauf hin, dass es unzulässig ist, die für einen Vertreter der Gruppe der ACE-Hemmer belegte Wirkung kritiklos auf andere Substanzen zu übertragen,  da viele ACE-Hemmer bisher aufgrund fehlender Daten nicht zur Behandlung der Herzinsuffizienz zugelassen sind.

Durch die Ergebnisse der HOPE-Studie (The heart outcomes prevention evaluation study) hat der ACE-Hemmer Ramipril neben dem Einsatz zur Blutdrucksenkung,  bzw. bei Herzinsuffizienz ein weiteres Einsatzgebiet erhalten, nämlich die Vermeidung gefährlicher Herz-Kreislaufereignisse bei Patienten mit Arterienverkalkung oder einem Diabetes.

Diese Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten  ist sehr wichtig, da der Diabetes aufgrund der Spätkomplikationen an Herz und Kreislauf weltweit ein wachsendes Problem darstellt.  Um die in vielen Ländern  zu beobachtende Diabetes-Epidemie zu beherrschen, ist es notwendig, schon im Vorfeld der Zuckerkrankheit eine sinnvolle Vorbeugungsstrategie in die Tat umzusetzen. Hierfür sind Medikamente wie Ramipril hervorragend geeignet, da diese Substanz der am besten untersuchte moderne ACE-Hemmer mit dem breitesten Anwendungsspektrum ist.  Grosse klinische Studien dokumentieren für diesen ACE-Hemmer das ausgeprägte Potential auch zur vorbeugenden Senkung des Herz-Kreislaufrisikos :

Nur durch ein Umdenken in der Gesundheitspolitik mit einer stärkeren, auch von den Krankenkassen unterstützten und bezahlten Betonung der medikamentösen und nicht-medikamentösen Vorbeugung der drohenden Herz-Kreislauferkrankungen können für die dann auf Dauer selteneren reparativen Maßnahmen genügend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.


 

 

 

 

 

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